Stabilität ist die Fähigkeit eines Systems, seine Form über Zeit hinweg zu bewahren.
Sie entsteht, wenn Rückkopplungen, Energieflüsse und Strukturen so aufeinander abgestimmt sind, dass Störungen aufgenommen werden können, ohne das Ganze zu gefährden.
Stabilität ist kein Zustand der Ruhe, sondern ein dynamisches Gleichgewicht —
ein fortlaufender Prozess der Selbstregulation.
Fragilität entsteht, wenn Stabilität nur noch durch enge Parameter aufrechterhalten werden kann:
Fragilität zeigt sich nicht im Alltag, sondern im Moment der Störung —
dann, wenn das System keine Ausweichpfade mehr hat.
Resilienzgrenzen markieren den Punkt, an dem Stabilität in Fragilität umschlägt.
Eine Resilienzgrenze ist keine feste Linie, sondern ein Bereich erhöhter Sensibilität.
Sie zeigt:
Jedes System besitzt solche Grenzen —
und jedes System verschiebt sie, wenn es lernt, sich an neue Bedingungen anzupassen.
Stabile Systeme kennen ihre Resilienzgrenzen.
Sie:
Ihre Stabilität ist tragfähig, weil sie nicht auf Perfektion, sondern auf Reserven beruht.
Instabile Systeme ignorieren ihre Resilienzgrenzen.
Sie:
So wird Stabilität zur Illusion —
and Fragilität zur Realität.
Stabilität, Fragilität und systemische Resilienzgrenzen bilden die Belastungsordnung eines Systems.
Systemischer Realismus erkennt:
Ein System lebt, solange seine Stabilität nicht zur Fessel wird —
und seine Resilienzgrenzen nicht überschritten werden, ohne dass es sich erneuert.