Grundprinzipien des Systemischen Realismus

1. Reproduktion ist Pflicht

Stabile Systeme investieren Energie
in ihre eigene Erhaltung.
Zivilisation muss dasselbe tun,
sonst verliert sie ihre Grundlage.

2. Energiefluss bestimmt Stabilität

Jeder Prozess – biologisch, ökologisch, zivilisatorisch –
basiert auf Energieumwandlung.
Stabilität entsteht nur,
wenn Energiequellen regeneriert
und Energieflüsse tragfähig gestaltet werden.

3. Kreisläufe ersetzen lineare Nutzung

Ressourcen dürfen nicht verbraucht,
sondern müssen transformiert
und zurückgeführt werden.
Lineare Nutzung führt zu Entropie und Instabilität;
Kreisläufe erzeugen Resilienz.

4. Der Mensch ist Teil des Systems

Der Mensch steht nicht über der Natur.
Er ist ein Prozess
innerhalb eines größeren Systems
und unterliegt dessen Regeln.

5. Technologie dient dem System

Technologie ist ein Werkzeug
zur Stabilisierung von Kreisläufen
und Energieflüssen.
Sie darf nicht gegen die physikalischen Grundlagen
des Systems arbeiten.

6. Märkte bleiben frei, aber systemgebunden

Wirtschaftliche Freiheit bleibt bestehen,
doch jede Wertschöpfung trägt Verantwortung
gegenüber den Systemen,
aus denen sie entsteht.

7. Zukunft entsteht aus Stabilität, nicht aus Wachstum

Unbegrenztes Wachstum ist kein Naturgesetz.
Zivilisation entwickelt sich weiter,
wenn sie stabil ist.

8. Mehrwert verpflichtet zur Rückführung

Jeder menschliche Mehrwert entsteht
durch Entnahme aus planetaren Systemen.
Ein Teil dieses Mehrwerts
muss in deren Reproduktion zurückgeführt werden.