Wir leben auf einem Planeten,
der kein Besitz ist,
sondern ein System.
Ein System aus Energieflüssen,
Kreisläufen
und selbstorganisierenden Prozessen.
Zivilisation kann nur bestehen,
wenn sie die Regeln dieses Systems respektiert.
Jeder wirtschaftliche, soziale und technologische Prozess
entnimmt Energie und Ressourcen aus planetaren Systemen.
Diese Entnahme verpflichtet zur Rückführung des Mehrwerts
in die Systeme, die ihn ermöglicht haben.
Der Teil des Mehrwerts, der nicht für die eigene
erweiterte Reproduktion notwendig ist,
muss in diese Systeme zurückfließen,
damit sie stabil bleiben, sich anpassen
und neue Wertschöpfung ermöglichen.
Ein Teil des erzeugten Mehrwerts
dient der eigenen Reproduktion und Weiterentwicklung.
Der darüber hinausgehende Mehrwert
muss in die ökologischen, sozialen und kulturellen Systeme
zurückfließen, die ihn ermöglicht haben.
Nur so können diese Systeme stabil bleiben,
sich anpassen
und zukünftigen Wohlstand ermöglichen.
Böden, Wasser, Luft, Biodiversität und Klima
müssen regeneriert werden.
Nicht aus Moral,
sondern aus physikalischer Notwendigkeit.
Ressourcen dürfen nicht verbraucht,
sondern müssen transformiert
und zurückgeführt werden.
Abfall ist ein Zeichen für Systemversagen.
Technologie soll Kreisläufe stabilisieren,
Energieflüsse optimieren
und Reproduktion unterstützen.
Sie darf nicht gegen die Grundlagen des Systems arbeiten.
Wirtschaftliche Freiheit bleibt erhalten,
doch jede Wertschöpfung trägt Verantwortung
gegenüber dem System, das sie ermöglicht.
Wir sind kein Gegenpol zur Natur.
Wir sind ein Prozess
innerhalb eines größeren Prozesses.
Zivilisation entwickelt sich weiter,
wenn sie stabil ist.
Stabilität entsteht durch Reproduktion,
Kreisläufe
und verantwortlichen Umgang mit Energie.
Jeder menschliche Mehrwert
stammt aus Systemen, die sich selbst reproduzieren müssen.
Der Teil des Mehrwerts, der über die eigene
erweiterte Reproduktion hinausgeht,
muss in diese Systeme zurückgeführt werden.
Ohne Rückführung entstehen Entropie,
Instabilität
und der Verlust der Grundlagen unserer Zivilisation.
Wiederkehrende Krisen entstehen,
wenn Gesellschaften die strukturellen Ursachen
vergangener Zusammenbrüche ignorieren.
Aus der Geschichte zu lernen bedeutet,
Systemgrenzen zu erkennen
und ihre Überschreitung zu vermeiden.